Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr, einem gerissenen Kondom oder einer anderen Verhütungspanne bestehen verschiedene Möglichkeiten, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.
Neben der bekannten Pille danach stehen mit der Kupferspirale, der Kupferkette und unter bestimmten Voraussetzungen auch der Hormonspirale weitere wirksame Methoden der Notfallverhütung zur Verfügung.
Bei Woman & Health in Wien bieten wir eine rasche, individuelle Beratung und die kurzfristige Einlage von Notfallspiralen an – auf Wunsch auch schmerzfrei während einer kurzen Narkose.

Welche Notfallverhütung passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit seit dem Geschlechtsverkehr vergangen ist und ob der Eisprung schon stattgefunden hat.
| Methode | Zeitfenster | Nach dem Eisprung | Wo? | Zusätzlich |
|---|---|---|---|---|
| Pille danach mit Levonorgestrel (z. B. Vikela) | möglichst rasch, regulär bis 72 Stunden | wirkt nicht mehr | rezeptfrei in der Apotheke | – |
| Pille danach mit Ulipristalacetat (ellaOne) | bis 120 Stunden (5 Tage) | wirkt nicht mehr | rezeptfrei in der Apotheke | verzögert den Eisprung auch noch kurz davor |
| Kupferspirale oder Kupferkette | üblicherweise bis 5 Tage | kann noch geeignet sein | Einlage bei uns, auf Wunsch in Kurznarkose | über 99 % wirksam, hormonfreie Verhütung über mehrere Jahre |
| Hormonspirale (52 mg Levonorgestrel) | innerhalb von 5 Tagen (Off-Label) | ärztliche Beurteilung | Einlage bei uns nach Aufklärung, auf Wunsch in Kurznarkose | langfristige Verhütung, häufig schwächere Regelblutungen |
Für alle Methoden gilt: je früher, desto besser. Welche Methode für Sie die sicherste und sinnvollste ist, besprechen wir gerne persönlich.

1 · Die Pille danach
Die Pille danach ist eine hormonelle Methode der Notfallverhütung, die nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft verhindern kann.
Ihre Wirkung beruht darauf, den Eisprung zu verhindern oder um mehrere Tage zu verschieben. Da Spermien im weiblichen Genitaltrakt bis zu fünf Tage befruchtungsfähig bleiben können, lässt sich durch eine rechtzeitige Verzögerung des Eisprungs eine Befruchtung verhindern.
Entscheidend ist, dass die Pille danach vor dem Eisprung eingenommen wird. Hat der Eisprung bereits stattgefunden, können weder Levonorgestrel noch Ulipristalacetat eine Schwangerschaft zuverlässig verhindern.
Die Pille danach beendet keine bereits bestehende Schwangerschaft und ist nicht mit Medikamenten für einen Schwangerschaftsabbruch gleichzusetzen.
Levonorgestrel ist ein synthetisches Gestagen, das seit vielen Jahren in der Notfallverhütung eingesetzt wird. Es verzögert oder verhindert den Eisprung, solange der für die Ovulation entscheidende LH-Anstieg noch nicht begonnen hat.
Die Einnahme sollte möglichst rasch nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgen, idealerweise innerhalb der ersten 12 bis 24 Stunden und regulär spätestens innerhalb von 72 Stunden.
Je näher der Eisprung bereits bevorsteht, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Levonorgestrel ihn noch verhindern kann.
Ulipristalacetat ist ein selektiver Progesteronrezeptor-Modulator, der speziell zur Notfallverhütung eingesetzt wird. ellaOne kann bis zu 120 Stunden, also fünf Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr, eingenommen werden.
Der wesentliche Vorteil gegenüber Levonorgestrel: Ulipristalacetat kann den Eisprung auch noch verzögern, wenn der LH-Anstieg bereits begonnen hat. Damit ist ellaOne insbesondere in den Tagen unmittelbar vor dem Eisprung und zwischen 72 und 120 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr die wirksamere orale Notfallverhütung.
Wichtig: Auch Ulipristalacetat wirkt nach einem bereits erfolgten Eisprung nicht mehr.
Ulipristalacetat bietet insgesamt Vorteile hinsichtlich des Zeitfensters und der Wirksamkeit kurz vor dem Eisprung.
Die individuell geeignete Methode hängt jedoch auch davon ab, wann der Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, ob bereits hormonell verhütet wurde, welche Medikamente eingenommen werden und ob weitere Risikofaktoren bestehen. Beide Wirkstoffe sind in Österreich rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

2 · Die sicherste etablierte Methode
Die Kupferspirale ist die zuverlässigste und am besten untersuchte Methode, um nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft zu verhindern. Bei rechtzeitiger Einlage liegt ihre Wirksamkeit bei über 99 Prozent.
Im Unterschied zur Pille danach ist ihre Wirkung nicht von einer Verzögerung des Eisprungs abhängig. Deshalb ist die Kupferspirale auch dann eine geeignete Möglichkeit, wenn der Eisprung bereits stattgefunden hat, sofern die Einlage innerhalb des medizinisch empfohlenen Zeitfensters erfolgt.
Mehr zur Kupferspirale › · Mehr zur Kupferkette › · Mehr zur Goldspirale ›
Sowohl die Kupfer- als auch die Goldspirale können als hormonfreie Notfallverhütung eingesetzt werden. Beide geben Kupferionen ab, welche die Beweglichkeit und Befruchtungsfähigkeit der Spermien beeinträchtigen und dadurch eine Befruchtung verhindern.
Zusätzlich verändern sie die Gebärmutterschleimhaut und können möglicherweise auch die Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle erschweren.
Beide Methoden können bis zu fünf Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden und bieten eine Verhütungssicherheit von über 99 %. Anschließend können sie auch zur langfristigen hormonfreien Verhütung in der Gebärmutter verbleiben.
Eine Kupferspirale kann üblicherweise innerhalb von fünf Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden.
Wenn der Zeitpunkt des Eisprungs ausreichend zuverlässig eingeschätzt werden kann, ist unter bestimmten Voraussetzungen auch eine spätere Einlage möglich, solange seit dem Eisprung nicht mehr als fünf Tage vergangen sind.
Neben ihrer hohen Wirksamkeit als Notfallverhütung bietet die Kupferspirale gleichzeitig eine langfristige hormonfreie Verhütung. Je nach Modell kann sie mehrere Jahre in der Gebärmutter verbleiben. Auch geeignete Kupferketten können im Rahmen einer individuell abgestimmten Notfallverhütung eingesetzt werden.
Kupferhaltige Systeme können bei manchen Frauen zu stärkeren oder schmerzhafteren Regelblutungen führen. Bei bereits bestehenden starken Regelblutungen kann deshalb eine Hormonspirale langfristig die bessere Alternative sein.

3 · Eine weitere Möglichkeit
Neuere wissenschaftliche Studien zeigen, dass auch eine Hormonspirale mit 52 mg Levonorgestrel innerhalb von fünf Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine sehr hohe Wirksamkeit als Notfallverhütung erreichen kann.
In einer randomisierten klinischen Studie wurde gezeigt, dass eine 52-mg-Levonorgestrel-Hormonspirale hinsichtlich ihrer Wirksamkeit als Notfallverhütung der Kupferspirale nicht unterlegen war. Diese Erkenntnisse erweitern die Möglichkeiten der modernen Notfallverhütung.
Off-Label-Anwendung
Die Anwendung einer 52-mg-Hormonspirale als Notfallverhütung erfolgt in Österreich derzeit außerhalb der regulären Zulassung (Off-Label) und erfordert eine entsprechende ärztliche Aufklärung.
Die Hormonspirale gibt kontinuierlich geringe Mengen Levonorgestrel direkt in der Gebärmutter ab. Dadurch wird der Schleim im Gebärmutterhals deutlich zähflüssiger, was das Eindringen und den Transport von Spermien erheblich erschwert. Zusätzlich beeinflusst das Gestagen die Gebärmutterschleimhaut und die lokale Umgebung in der Gebärmutter.
Diese Wirkmechanismen erklären ihre hohe kontrazeptive Wirksamkeit. Welche Mechanismen speziell für die Wirkung der Hormonspirale als Notfallverhütung verantwortlich sind, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt.
Die 52-mg-Levonorgestrel-Hormonspirale kann insbesondere bei Frauen sinnvoll sein, die neben einer Notfallverhütung auch eine langfristige Verhütungsmethode wünschen. Ein besonderer Vorteil besteht bei Frauen mit:
Durch die lokale Gestagenwirkung wird die Gebärmutterschleimhaut dünner. Dadurch werden die Menstruationsblutungen häufig deutlich schwächer, bei manchen Frauen bleibt die Regelblutung langfristig vollständig aus. Auch Regelschmerzen können sich deutlich verbessern.
Die individuelle Auswahl der Hormonspirale erfolgt nach gynäkologischer Untersuchung und ausführlicher Beratung.

4 · Kurzfristige Termine und individuelle Einlage
Bei einer Verhütungspanne ist es entscheidend, möglichst rasch die geeignete Methode der Notfallverhütung anzuwenden. Eine besondere Möglichkeit bei Woman & Health ist die kurzfristige Einlage einer Notfallspirale, auf Wunsch auch unter einer kurzen Narkose.
Die Einlage einer Notfallspirale muss nicht während der Menstruation erfolgen. Gerade bei der Notfallverhütung ist es wichtig, nicht auf die nächste Regelblutung warten zu müssen. Auch außerhalb der Menstruation können Kupferspiralen und bei entsprechender Indikation Hormonspiralen eingesetzt werden, sofern die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind.
Das Schmerzempfinden bei der Spiraleinlage ist individuell sehr unterschiedlich. Insbesondere bei einem engen Gebärmutterhalskanal, bei Frauen, die noch nicht geboren haben, oder bei ausgeprägter Schmerzempfindlichkeit kann die Einlage unangenehm beziehungsweise schmerzhaft sein.
Auch außerhalb der Menstruation kann der Gebärmutterhals bei manchen Frauen schwieriger zu passieren sein. Deshalb bieten wir bei Woman & Health verschiedene Möglichkeiten einer möglichst schonenden und schmerzarmen Einlage an.
Bei Woman & Health kann die Einlage einer Notfallspirale auf Wunsch während einer kurzen Narkose erfolgen. Während der Einlage verspürt die Patientin dadurch keine Schmerzen. Der eigentliche Eingriff dauert in der Regel nur wenige Minuten.
Die Möglichkeit einer Kurznarkose wird individuell medizinisch und anästhesiologisch beurteilt. Nach dem Eingriff können vorübergehend menstruationsähnliche Beschwerden auftreten.
Bei der Notfallverhütung zählt Zeit. Sie müssen sich keine bestimmte Ärztin und keinen bestimmten Arzt aussuchen – alle unsere Gynäkologinnen und Gynäkologen sind für Sie da. Für die Notfallspirale, auf Wunsch in Kurznarkose, buchen Sie am schnellsten online einen Akut-Termin. Ist online gerade nichts frei, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns auf WhatsApp – wir finden rasch einen Termin.
Für gynäkologische Notfälle wie die Notfallverhütung – direkt online buchen.
+43 676 670 57 56
Schreiben Sie uns, wir melden uns rasch zurück.
Alle Ärztinnen und Ärzte mit freien Terminen auf einen Blick.
Die Kupferspirale ist die sicherste und am besten etablierte Methode der Notfallverhütung. Ihr großer Vorteil besteht darin, dass sie auch dann noch eingesetzt werden kann, wenn der Eisprung bereits stattgefunden hat. Bei Woman & Health können wir die Einlage kurzfristig und unabhängig von der Regelblutung durchführen – auf Wunsch auch schmerzfrei während einer kurzen Narkose. Gleichzeitig bietet die Spirale eine langfristige und sehr zuverlässige Verhütung.
Eine interessante Entwicklung ist die 52-mg-Levonorgestrel-Hormonspirale als zusätzliche Möglichkeit der Notfallverhütung. Klinische Studien zeigen innerhalb von fünf Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine sehr hohe Wirksamkeit. Besonders für Frauen mit starken oder schmerzhaften Regelblutungen kann sie eine gute Alternative sein, da sie gleichzeitig langfristig verhütet und häufig die Menstruationsbeschwerden deutlich verbessert. In Österreich erfolgt diese Anwendung derzeit außerhalb der regulären Zulassung.
Bewährte, hormonfreie Langzeitverhütung – und als Notfallverhütung die sicherste Methode.
Flexible, hormonfreie Langzeitverhütung – ideal auch für Frauen mit kleiner Gebärmutter.
Langfristige Verhütung, die häufig auch Regelblutung und Regelschmerzen lindert.
Die Kupferspirale gilt als die sicherste und am besten untersuchte Methode zur Notfallverhütung.
Bei rechtzeitiger Einlage liegt ihre Wirksamkeit bei über 99 Prozent.
Zusätzlich bietet sie einen langfristigen hormonfreien Verhütungsschutz.
ellaOne enthält Ulipristalacetat, Vikela enthält Levonorgestrel.
Ulipristalacetat ist insbesondere kurz vor dem Eisprung und im Zeitraum zwischen 72 und 120 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr wirksamer.
Welche Pille danach individuell geeigneter ist, hängt jedoch auch von der bisherigen Verhütung und möglicherweise eingenommenen Medikamenten ab.
Levonorgestrel sollte möglichst rasch und regulär spätestens innerhalb von 72 Stunden eingenommen werden.
Ulipristalacetat kann bis zu 120 Stunden, also fünf Tage nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr, eingenommen werden.
Grundsätzlich gilt: Je früher die Einnahme erfolgt, desto besser.
Die Pille danach wirkt, indem sie den Eisprung verhindert oder verzögert.
Levonorgestrel verliert bereits bei Beginn des LH-Anstiegs deutlich an Wirksamkeit.
Ulipristalacetat kann den Eisprung auch bei bereits begonnenem LH-Anstieg unter bestimmten Voraussetzungen noch verzögern.
Hat der Eisprung tatsächlich bereits stattgefunden, wirken beide Präparate nicht mehr.
Die Kupferspirale kann auch in dieser Situation eine geeignete Möglichkeit der Notfallverhütung sein.
Ja.
Sowohl Levonorgestrel als auch Ulipristalacetat können bei einer erneuten Verhütungspanne grundsätzlich mehrfach innerhalb desselben Zyklus angewendet werden.
Die bisher verfügbaren Daten zeigen keine Hinweise auf langfristige gesundheitliche Schäden durch eine wiederholte Anwendung. Die wissenschaftliche Datenlage, insbesondere zur wiederholten Einnahme von Ulipristalacetat, ist allerdings begrenzt.
Zu beachten ist, dass sich die beiden Wirkstoffe bei zeitlich naher Einnahme gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen können.
Bei erneuter Verhütungspanne ist deshalb eine individuelle Beratung sinnvoll.
Nein.
Die Pille danach verzögert den Eisprung lediglich um einige Tage.
Deshalb kann nach der Einnahme erneut ein fruchtbares Zeitfenster entstehen.
Bei weiterem ungeschütztem Geschlechtsverkehr besteht daher erneut das Risiko einer Schwangerschaft.
Grundsätzlich nein.
Nach der Einnahme von Ulipristalacetat (ellaOne) sollte mit einer Gestagenpille oder anderen hormonellen Verhütungsmethoden fünf Tage gewartet werden.
Gestagene können die eisprungverzögernde Wirkung von Ulipristalacetat abschwächen und dadurch die Sicherheit der Notfallverhütung vermindern.
Ab dem sechsten Tag kann die hormonelle Verhütung begonnen beziehungsweise wieder aufgenommen werden.
Während der Wartezeit sowie für in der Regel weitere sieben Tage nach Beginn der hormonellen Verhütung sollten zusätzlich Kondome verwendet werden, sofern nicht früher die Menstruation einsetzt. In besonderen Situationen ist eine individuelle ärztliche Abwägung notwendig.
Ja.
Nach Levonorgestrel kann eine reguläre hormonelle Verhütung grundsätzlich sofort begonnen oder fortgesetzt werden.
Bis zum sicheren Wirkungseintritt der gewählten Verhütungsmethode sollte gegebenenfalls zusätzlich mit Kondomen verhütet werden.
Nein. Die Pille danach gilt als sichere und gut verträgliche Methode der Notfallverhütung.
Auch bei wiederholter Einnahme sind keine langfristigen gesundheitlichen Schäden bekannt.
Vorübergehend können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Unterbauchbeschwerden oder Veränderungen der Regelblutung auftreten.
Diese Beschwerden sind meist leicht und klingen von selbst wieder ab.
Die Pille danach ist allerdings keine geeignete Methode zur regelmäßigen Verhütung.
Nein. Die Pille danach hat keinen negativen Einfluss auf die zukünftige Fruchtbarkeit.
Weder Levonorgestrel noch Ulipristalacetat schädigen die Eierstöcke oder beeinträchtigen nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand die Eizellreserve.
Auch bei wiederholter Einnahme gibt es keine Hinweise auf eine langfristige Einschränkung der Fruchtbarkeit.
Die Wirkung ist vorübergehend. Bereits im selben Zyklus kann nach dem verzögerten Eisprung wieder eine Schwangerschaft eintreten.
Ja. Vorübergehende Veränderungen des Menstruationszyklus sind nach der Einnahme der Pille danach möglich und nicht ungewöhnlich.
Da die Pille danach den Eisprung verzögern kann, kann auch die nächste Regelblutung entsprechend später einsetzen.
Manchmal tritt die Menstruation früher auf. Auch Zwischenblutungen oder Schmierblutungen sind möglich.
Diese Veränderungen normalisieren sich meist im nächsten Zyklus.
Wichtig: Da die Pille danach keinen hundertprozentigen Schwangerschaftsschutz bietet, empfehlen wir sicherheitshalber einen Schwangerschaftstest, insbesondere wenn die erwartete Regelblutung ausbleibt oder ungewöhnlich verläuft.
Spätestens drei Wochen nach dem letzten ungeschützten Geschlechtsverkehr sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
Die Pille danach ist in österreichischen Apotheken rezeptfrei erhältlich.
Auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten können Sie sich an eine diensthabende Nachtapotheke wenden.
Nein.
Sowohl Levonorgestrel als auch Ulipristalacetat können in Österreich ohne ärztliches Rezept in Apotheken gekauft werden.
Für die Einlage einer Spirale danach ist hingegen eine gynäkologische Untersuchung beziehungsweise ärztliche Abklärung erforderlich.
In österreichischen Apotheken ist die Pille danach normalerweise kostenpflichtig.
Für Frauen ohne eigenes Einkommen können unter bestimmten Voraussetzungen kostenlose Bezugsmöglichkeiten über Familienberatungsstellen der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung bestehen.
Ja.
Bei höherem Körpergewicht beziehungsweise BMI kann die Wirksamkeit der hormonellen Notfallverhütung vermindert sein, insbesondere bei Levonorgestrel.
Es gibt jedoch keine absolute Gewichtsgrenze, ab der eine Pille danach grundsätzlich nicht mehr wirkt.
Die Kupferspirale ist eine besonders zuverlässige Alternative, deren Wirksamkeit nicht vom Körpergewicht abhängt.
Ja.
Eine Spirale muss nicht während der Regelblutung eingesetzt werden.
Gerade bei einer Notfallverhütung ist es wichtig, nicht auf die nächste Menstruation zu warten.
Entscheidend sind das Zeitfenster nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr, die individuelle medizinische Eignung und die Beurteilung einer möglichen bereits bestehenden Schwangerschaft.
Das Schmerzempfinden bei einer Spiraleinlage ist individuell unterschiedlich.
Manche Frauen verspüren lediglich ein kurzes Ziehen, bei anderen kann die Einlage deutlich schmerzhafter sein.
Bei Woman & Health bieten wir die Einlage einer Notfallspirale auf Wunsch während einer kurzen Narkose an.
Dadurch ist die Einlage während des Eingriffs schmerzfrei. Nach dem Eingriff können vorübergehend menstruationsähnliche Beschwerden auftreten.
Ja. Eine 52-mg-Levonorgestrel-Hormonspirale wurde in wissenschaftlichen Studien innerhalb von fünf Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr als wirksame Notfallverhütung untersucht.
In Österreich handelt es sich dabei derzeit um eine Off-Label-Anwendung, die individuell ärztlich besprochen werden muss.
Besonders interessant kann diese Möglichkeit für Frauen mit stärkeren oder schmerzhaften Menstruationsblutungen sein, die gleichzeitig langfristig verhüten möchten.
Bei einer Kupferspirale kann dies unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein.
Wenn der Eisprungzeitpunkt ausreichend sicher eingeschätzt werden kann, ist eine Einlage unter Umständen auch später als fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr möglich, sofern seit dem Eisprung nicht mehr als fünf Tage vergangen sind.
Für die Hormonspirale ist die Datenlage hinsichtlich einer späteren Anwendung als Notfallverhütung deutlich begrenzter.
Eine individuelle gynäkologische Beurteilung ist deshalb notwendig.
Wenn es innerhalb von drei Stunden nach der Einnahme zu Erbrechen kommt, kann die Wirkung beeinträchtigt sein.
In diesem Fall ist in der Regel eine erneute Einnahme erforderlich.
Lassen Sie sich dazu möglichst rasch in einer Apotheke oder ärztlich beraten.
Wenn die erwartete Regelblutung ausbleibt, deutlich verspätet eintritt oder ungewöhnlich schwach ist, sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
Sicherheitshalber empfehlen wir einen Schwangerschaftstest spätestens drei Wochen nach dem letzten ungeschützten Geschlechtsverkehr.
Bei starken oder einseitigen Unterbauchschmerzen, Kreislaufbeschwerden oder ungewöhnlich starken Blutungen sollte unabhängig davon rasch eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Nein.
Die Pille danach verhindert oder verzögert den Eisprung und damit eine mögliche Befruchtung.
Sie beendet keine bereits bestehende Schwangerschaft und ist nicht mit den Medikamenten eines Schwangerschaftsabbruchs gleichzusetzen.
Nein.
Weder die Pille danach noch die Spirale danach schützen vor HIV oder anderen sexuell übertragbaren Infektionen.
Bei entsprechendem Risiko sollte möglichst rasch eine zusätzliche medizinische Beratung erfolgen, gegebenenfalls auch zur HIV-Postexpositionsprophylaxe.
Bei Woman & Health erhalten Sie eine individuelle Beratung zu den unterschiedlichen Möglichkeiten der Notfallverhütung. Unser Leistungsspektrum umfasst neben der Beratung zur Pille danach auch die kurzfristige Einlage von Kupferspiralen, Kupferketten und – nach entsprechender individueller Indikationsstellung und Aufklärung – 52-mg-Levonorgestrel-Hormonspiralen.
Ein besonderer Vorteil ist die Möglichkeit, eine Notfallspirale kurzfristig, unabhängig von der Menstruation und auf Wunsch schmerzfrei während einer kurzen Narkose einsetzen zu lassen. Unsere erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzte beraten Sie über die für Ihre individuelle Situation sicherste und sinnvollste Methode.
Diese Webseite verwendet Cookies. Marketing-Cookies werden erst mit Ihrer Zustimmung verwendet, unsere Website ist werbefrei. Nähere Details finden Sie unter Datenschutz.